Die Zeilerei - Info
Angebot
Person
Projekte
Wortwellen
Zeilenreich
 

wo wortschwerter beginnen,
zu singen,
verbiegen reime
die stahlkant'gen klingen.

lasst mich wissen wie’s schneidet
wo salz reingehört, wenn’s blutet,
wie sich das blaue vom gewöhnlichen scheidet.

...wer tritt hier in mein schlangenhaus,
und schleudert zungenspaltereien?

in gedanken baut sich der reim in länge aus,
verkauft sich an das wort
hier, da und dort wird gewichtet
wer was wie sagt
schreibt
schreit
schweigt oder dichtet.

dicht gedrängt steh’n buchstaben aneinander
verhängt mit satzzeichen
fügen sich sich zu einander,
zu sätzen
auf eines blattes platz,
weiss, wie frischgefallne regentropfen.
doch gefror'n sind sie nicht,
nein sie brennen sich ins ohr
in die augen
in den sinn;
sind ohne denkzugabe nicht zu erkennen.

und aus den eingefügten worten
erbrechen sich taten,
die keiner zu benennen wag.

wie sie da steh'n
sich zusammen reigen,
vor den buchstabenreihen verneigen,
ganz zu schweigen von den wortreihen
die sich aufheben untereinander
und gegenseitig verneinen.
es wäre zu meinen, dass keines der leerzeichen
den einen oder anderen zwischenraum,
mit den verweichenden satzendungen,
im ansatz vergleichen,
um sich unverwandt die hände zu reichen.
und trotz der fragezeichen
nicht voneinander weichen...

ernst regenherz


***

wortwellen wiegen
wider dem willen der stille
und du, freund
setzt hier die nadel
an die rille...

sir_n

Top